Baby Star Brille und Beihilfe (Bund)

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Merles Papa
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Baby Star Brille und Beihilfe (Bund)

Beitrag von Merles Papa » Freitag 10. Mai 2013, 20:38

Hallo,

ich würde gerne erfahren, ob jemand Erfahrung bin der Abrechung von Baby-Star Billen und staatlicher Beihilfe hat.

Zum Hintergrund:
Ich bin Beamter im gehobenen Dienst, somit beihilfeberechtigt und muss/ kann mich nur provat Versichern. Meine Tochter Merle ist nun auch in die Private KV aufgenommen worden.

Nun habe also für die verordnete Baby-Star-Brille ein Rezept bei der Beihilfestelle Bund eingereicht. Die Brille hat 590,-- Euro gekostet. Pro Glas 235,-- Euro, das Gestell 120,-- Euro.
Die Rechung eingereicht und den Bescheid der Beihilfe erhalten... anerkannt wurden und somit als Bbeihilfefähig anerkannt nur 146,-- Euro! Wenn das tatsächlich so ist, dann werden wir ja arm beim Brillenkauf! (Ich bin nur ein kleiner Beamter, kein Ministerialrat oder sowas....)

Hat hier jemand Erfahrung mit staatlicher Beihilfe sammeln können? Ich würde mich gerne austauschen. Klar, ich kann die Vorschriften lesen, aber alles verstehen ist noch so einfach....
Schon mal Danke im Voraus!
Christoph

merin
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Re: Baby Star Brille und Beihilfe (Bund)

Beitrag von merin » Montag 13. Mai 2013, 19:48

Leider kann ich Dir gar nicht helfen und habe auch keine Idee, wer da beraten könnte. Vielleicht der Blinden- und Sehbehindertenverband?

Merles Papa
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Re: Baby Star Brille und Beihilfe (Bund)

Beitrag von Merles Papa » Dienstag 14. Mai 2013, 16:46

Danke schon einmal für die Antwort.

Ich will Euch erzählen, was ich rausbekommen habe.
Ich ahbe mit meiner Behilfestelle gesprochen und die haben mir die Vorschriften noch einmal erläutert. Danach ist es jetzt nach neuem Beihilferecht (Bund) tatsächlich so, dass die Brillengläser nur mit einem festen Zuschuss bedacht werden. Dieser steht natürlich in keinem Verhältniss zu den Gläserkosten.
Beispiel meiner Rechnung für merles Brille:
Pro Glas: 235 Euro,
Beihilfefähig sind insgesamt 73 Euro pro Glas
davon dann 80 Prozent für versicherte Kinder 58,40 Euro.
Also erhalte ich für die Brille insgesamt 116,80 Euro Zuschuss von der Beihilfe.
Was die private KV bezahlt, weiß ich noch nicht.

Aber jetzt kommt der Rat meiner Beihilfestelle: Gehen sie in Widerspruch und klagen sie ggf., denn offensichtlich hat der Dienstherr (hier BMI) vergessen, dass es Aphakie als Krankheit gibt. Ich bin tatsächlich der Einzigste beihilfeberechtigte Beamte in meiner Behörde und dem Geschäftsbereich mit Aphakie. Scheint nicht viele Graue Star Patienten zu geben....(wie häufig ist der angeborene Graue Star eigentlich??)

Was also am Ende des Widerspruchs herauskommt, werde ich Euch berichten, aber jetzt heißt es warten.

Aber mal als Frage: Was erhalten denn gesetzlich versicherte Kinder bei Aphakie? Soweit ich hier im forum gelesen habe schwankt das ja auch...

merin
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Re: Baby Star Brille und Beihilfe (Bund)

Beitrag von merin » Dienstag 14. Mai 2013, 18:13

Ja das schwankt. Es gibt Festzuschüsse pro Brillengals (irgendwas in die 50er Euro) und das Wichtige ist, dass das Rezept Gläser beinhaltet, für die es keine Listen gibt. Dann muss die Kasse eine Einzelfallentscheidung treffen und das ist dann meist mehr. Wie viel mehr hängt von der Kulanz des Bearbeiters ab. Das Brillengestell muss man eigentlich immer selbst bezahlen, Ausnahmen wurden hier aber auch schon berichtet.

TanteKäthe
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Re: Baby Star Brille und Beihilfe (Bund)

Beitrag von TanteKäthe » Donnerstag 16. Mai 2013, 15:41

hm, das finde ich jetzt komisch, denn wir sind zwar nicht beihilfeberechtigt, da nicht verbeamtet, aber unsere Tochter ist auch privat versichert. Die sind sowas von kulant, unfassbar. Die haben uns schon für über 2000 Euro Linsen erstattet, da wir gross im Verlieren sind... 8) Und bei der Beihilfe ist das doch ähnlich, war nur mal zwei Jahre verbeamtet auf Widerruf im Rahmen meiner Ausbildung, da waren die genau so kulant wie jetzt.... Wir mussten noch nicht mal ein Rezept vorlegen, sondern nur die Rechnung vom Optiker

Merles Papa
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Re: Baby Star Brille und Beihilfe (Bund)

Beitrag von Merles Papa » Donnerstag 23. Mai 2013, 13:04

Zum Thema Beihilfe:

Es hat sich in den letzten Jahren sehr viel verändert und oben drein ist es auch noch von Land zu Land und zur Bundesbeihilfe verschieden.
Die Bundesbeihilfevorschrift wurde 2012 angepasst und orientiert sich nun an den anerkannten Karnkheiten des SGB. Da kommt Aphakie aber nicht expliziet vor, sodass der Bundesminister des Inneren bei der Neuregelung der Beihilfevorschfiten es einfach mal vergessen hat. Es gibt ja auch nicht gar nichts sondern halt nur den Festzuschuss. Erstattungsfähig sind hingegen Sehilfen für Bildschirmarbeit, Lupen o.ä. . Grauer Star ist einfach vergessen worden.
Bin jetzt im Widerspruchsverfahren, da müsste also bald ein Bescheid kommen.

Bei der privaten KV hängt es stark vom Versicherungstarif ab. Und welchen man als Beamter versichern kann ein wenig von den Vorerkrankungen. Ich habe jetzt einen Wechsel beantrag in einen höherwertigen Tarif für meine Tochter, aber ob die KV da mitmacht ist fraglich, denn welche Private versichert schon Krankheiten :? !

Bei mir selber ist ein Aufschlag im Tarif von 18 Prozent drin und ich kann mich nicht höher versichern. Keine KV will mich aufnehmen, außer in den Basisbeihilfeergänzungstarif, welche sich an den Erstattungsregeln der Beihilfe orientiert, welches dann auf das selbe Ergebnis wie jetzt rausläuft. :cry:
Nicht wirklich gerecht das System, aber wir Beamte verdienen ja angelich so viel und liegen allen anderen auf der Tasche..., sodass wir uns das doch locker leisten können! :evil:
Zuletzt geändert von Merles Papa am Mittwoch 12. Juni 2013, 13:23, insgesamt 1-mal geändert.

merin
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Re: Baby Star Brille und Beihilfe (Bund)

Beitrag von merin » Donnerstag 23. Mai 2013, 14:30

Oh weh, ich hoffe, es findet sich noch eine gute Lösung.

Merles Papa
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Re: Baby Star Brille und Beihilfe (Bund)

Beitrag von Merles Papa » Montag 10. Juni 2013, 16:50

Hallo,

ein Update bezüglich der Beihilfe. Der Widerspruch war erfolglos. Es gibt daher also 76 Euro pro Glas bzw. Kontaktlinse von Seiten der Bundesbeihilfe. Sonst nix.
Die private krankenkasse will zumindest in meinem Tarif bis zu 100 Euro pro Jahr zahlen für eine Brille. Etwas lachhaft...
Ich würde gerne in eien besseren Tarif für Merle wechseln, der mehr bezahlt (maximal aber bis zu 1000 Euro pro Jahr) ABER: Merle ist ja vorbelastet und daher versichter das keine Versicherung! So wie Hochwasserschaden in Hochwassergebiet!
Versicherungen sind alles HALSABSCHNEIDER!
Also zahlen wir es selber, fragen die Großeltern oder gehen singen!
Beste Grüße
Christoph

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Re: Baby Star Brille und Beihilfe (Bund)

Beitrag von merin » Montag 10. Juni 2013, 19:17

Ja, ich habe es befürchtet. Ich muss auch immer nur lachen, wenn mir Leute vorschlagen, eine Brillenversicherung fürs Kind abzuschließen. Letztlich wäre es ja auch keine Versicherung, wenn der Schadensfall in jedem Fall eintrifft, denn Versicherungen sichern definitionsgemäß gegen Risiken ab.

mama2012
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Re: Baby Star Brille und Beihilfe (Bund)

Beitrag von mama2012 » Montag 10. Juni 2013, 21:48

Ohje, das ist ja wirklich ein trauriges Feedback!
Kann man eigentlich die Kosten für Brille und Co von der Steuer absetzen? *grübel*

Wir haben bisher Glück mit der gesetzl. KV, sie übernehmen den Bärenanteil unserer Brillen. Bisher mussten wir "nur" die Hartschicht und das Einschleifen der Gläser bezahlen, so dass wir jeweils auf ca. 80€ Zuzahlung kommen (Gesamtrechnung liegt immer so um 600€), wenn wir eine neue Brille bzw. neue Gläser in Empfang nehmen.

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Re: Baby Star Brille und Beihilfe (Bund)

Beitrag von glupsch » Montag 10. Juni 2013, 23:27

mama2012 hat geschrieben:Kann man eigentlich die Kosten für Brille und Co von der Steuer absetzen? *grübel*
Gute Frage. Sonstige medizinische Eigenleistungen kann man doch ab einer bestimmten Grenze absetzen, wenn ich mich recht erinnere. Ob das auch fuer Brillen gilt, bin ich ueberfragt - und sowieso bin ich da keine Fachfrau :?
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
- Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz

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Re: Baby Star Brille und Beihilfe (Bund)

Beitrag von Merles Papa » Dienstag 11. Juni 2013, 12:41

Man kann die nicht erstatteten Kosten für für Sehhilfen sowie sonstige nicht erstatteten Kosten für Gesundheitsausgaben von der Einkommenssteuer als "Außwergewöhnliche Belastungen" absetzen (bzw. in Abzug bringen) SOFERN die Kosten mehr als einen bestimmten Prozentsatz des Bruttojahreseinkommens (bei Familien beder Einkommen) beträgt.
Die Grenze kann man recht schnell mit Zahnersatz, Kuren oder mehreren Brillen überschreiten :-). Die Mehrkosten werden dann voll in Abzug gebracht und reduzieren so die Einkommenssteuer.
Sollte man also z.B. ein Familienjahresbruttoeinkommen von z.B. ca. 50.000 Euro und ein Kind haben, dann gelten drei Prozent als zumutbare Eigenleistungen. alle Kosten darüber können abgesetzt werden.

Wer es genau wissen will, muss mal zum Thema Außergewöhnliche Belastungen, Steuer googlen.

LG
Christoph
Zuletzt geändert von Merles Papa am Mittwoch 12. Juni 2013, 13:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Baby Star Brille und Beihilfe (Bund)

Beitrag von merin » Dienstag 11. Juni 2013, 21:34

Wow danke. Gut zu wissen.

mama2012
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Re: Baby Star Brille und Beihilfe (Bund)

Beitrag von mama2012 » Dienstag 11. Juni 2013, 22:01

Ich schließe mich an: Danke für die Hinweise!

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Re: Baby Star Brille und Beihilfe (Bund)

Beitrag von kleene79 » Freitag 21. Juni 2013, 10:20

Hi, Ich gebe noch Mal schnell meinen Senf zum Thema Steuern dazu: sammelt einfach Alles was gesundheitstechnisch relevant ist/sein könnte - auch Zuzahlungsleistungen bei Rezepten bzw. Anwendungen also Massage u.ä. (gesetzl. Versicherung) können später im Rahmen der außergewöhlichen Belastungen geltend gemacht werden.
Mit Brillen ist man in der Regel ganz fix über dem Satz (außer man verdient richtig viel Geld - dann belasten einen aber auch die Brillenkosten weniger...) und bekommt so wenigstens einen Teil des Geldes erstattet.
Auch privat verordnete Rezepte werden bei uns immer angerechnet - d.h. man muss zwar Nasenspray, Hustensaft etc. oder ostheopathische Behandlungen/Heilpraktiker selber zahlen, aber mit einem Privatrezept (das einem der Arzt problemlos ausstellen kann und muss) sind auch diese Kosten abzugsfähig bei der kommenden Steuererklärung.
Wir sammeln mittlerweile gnadenlos Alles und reichen alle Belege ein - im Zweifelsfall rechnet der Sachbearbeiter es nicht mit an, aber dann hat man es versucht :) .
LG Anja
P.S.: Die Prävalenz für einen angeborenen grauen Star liegt übrigens nach meiner Recherche bei 1:2000 Geburten (finde ich jetzt nicht mal so selten ...).
Martha Smilla (*19.12.2012) beidseitiger Katarakt und andere Besonderheiten

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