Starbrillen: Bifokal und Gleitsicht

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Starbrillen: Bifokal und Gleitsicht

Beitrag von merin » Mittwoch 25. April 2012, 14:12

Ich wollte mal fragen, welche Brillen ihr so habt, so ihr denn Starbrillen habt. Wir haben nun eine mit Franklinglas, angeblich ist das das Optimum. Ich werde bei Gelegenheit mal ein Foto machen und einstellen.

Brillenschlange
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Re: Starbrillen: Bifokal und Gleitsicht

Beitrag von Brillenschlange » Samstag 9. Februar 2013, 15:11

Hallo !
klingt gut !
Bei kleinen Kindern nimmt man meist Bifokal mit großem Nahteil- es gibt hier im Forum aber auch Kinder die schon mit 4 Jahren eine Gleitsichtbrille haben.
Meistens bekommt das Kind eine Gleitsicht mit oder kurz nach Schuleintritt.
Unser Sohn wird so langsam Richtung Gleitsicht "vorbereitet" - bei der neuen Brille ist die Trennlinie nicht mehr Pupillenmitte sondern unterer Pupillenrand. So naach und nach wird die Trennlinie immer tiefer gesenkt sodaß dann der Unterschied zur Gleitsicht (Nahteil relativ klein ) nicht mehr so extrem ist.

VG
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Re: Starbrillen: Bifokal und Gleitsicht

Beitrag von merin » Samstag 9. Februar 2013, 16:17

Das überegt ihr dann mit dem Optiker? Oder mit der Ärztin? Oder mit beiden?

Brillenschlange
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Re: Starbrillen: Bifokal und Gleitsicht

Beitrag von Brillenschlange » Samstag 9. Februar 2013, 19:46

Letzte Entscheidungsfindung hat die Augenärztin (Uniklinik) - sie hält wohl was ich mitbekommen habe aber Rücksprache mit den Eltern und v.a. auch der Orthopistin. Die Entscheidung hängt nicht nur von den Augen sondern vom Gesamtentwicklungsstand ab.

Hängt u.a. gerüchteweise auch davon ab, wieviel Hänseleien das Kind mit einer Bifobrille ausgesetzt ist....
Bifobrille ist einfacher zu "lernen" - daher für die ganz kleinen diese scharfe Trennung


Es gibt wohl auch Fälle wo vor Schuleintritt implantiert wird, damit das Kind für Gemeinheiten und Gehässigkeiten aus der Schußlinie ist.

Da frage ich mich in was für einer Welt wir leben .... :(

VG
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Re: Starbrillen: Bifokal und Gleitsicht

Beitrag von merin » Sonntag 10. Februar 2013, 17:38

Naja es wird ja aus Angst vor Hänselein implantiert. Ob diese Angst berechtigt ist, ist ja nochmal ne andere Frage.

Na, ich werde mal beim nächsten Augenarztbesuch nachfragen, welche neue Brille gut wäre.

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Re: Starbrillen: Bifokal und Gleitsicht

Beitrag von glupsch » Sonntag 10. Februar 2013, 22:34

Kinder koennen unheimlich gemein sein, insofern wuerden mich Haenseleien da nicht wundern. Allerdings denke ich, dass immer derjenige gehaenselt wird, der das dankbarste Opfer ist - einen Grund findet man immer. Nur deswegen zu implantieren finde ich ziemlich fragwuerdig.

Aus eigener Erfahrung kann ich dazu nicht viel sagen, weil ich in meiner ganzen Schullaufbahn sicher nicht mehr als dreimal mit Starbrille in der Schule war, ansonsten immer KL+Bifo.
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
- Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz

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Re: Starbrillen: Bifokal und Gleitsicht

Beitrag von merin » Montag 11. Februar 2013, 17:22

Ja, ich wurde auch massiv gehänselt. Das lag aber, so glaube ich, an meiner mangelnden Wehrhaftigkeit und gar nicht daran, dass ich irgend ne besondere Brille hatte oder sonst irgend ein Merkmal. Also wäre mein Weg eher, das Kind zu begleiten und zu stärken als zu implantieren. Aber das muss wohl jede Familie für sich entscheiden.

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Re: Starbrillen: Bifokal und Gleitsicht

Beitrag von Brillenschlange » Montag 11. Februar 2013, 18:30

ja, wir wollen auch nicht deswegen implantieren ! Ich hatte es nur erwähnt, da es in einigen Kliniken deshalb zum Schuleintritt erwogen wird.
Bis jetzt wurde er nur dumm angeguckt .... leider heute mal wieder :evil: - ich habe erst gar nicht kapiert warum da er ausnahmsweise die Starbrille getragen hat. Ich dachte erst als die komplette Warteschlange an der Kasse glotzte das mir irgendeine verbale Entgleisung meines Sprösslings entgangen sei. Zum Glück war er so auf die Krapfen fixiert das er es nicht gemerkt hat .
WAs mich geärgert hat, es haben bestimmt 7 Erwachsene (!!! ) geglotzt

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Re: Starbrillen: Bifokal und Gleitsicht

Beitrag von Angela » Dienstag 12. Februar 2013, 07:57

Ich wurde ja auch sehr gehänselt, glaube mittlerweile aber auch, dass das vielleicht weniger an meiner Starbrille lag, als ich immer vermutet habe. Ich war kein einfaches Kind...

Heute hat ja nur noch meine Jüngste eine Starbrille und ich muß sagen, mir ist noch nie aufgefallen, dass jemand glotzt. Entweder achte ich nicht drauf (was durchaus möglich ist) oder es passiert heute nicht mehr so doll wie früher, wo ja eine Brille generell schon selten war. Heute tragen ja viele Kinder Brillen. Ich hatte bisher nur ein schlechtes Erlebnis mit meinen Großen. Da machten sich mal Jungs in der Bahn über die Brillen lustig. Da war ich sofort wieder Kind - und sehr verletzt. Aber wie gesagt, das war das einzige Mal

Im Teenie-Alter würde das aber sicher noch mal anders sein, aber wir werden auch mit 6/7 Jahren implantieren....

LG

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Re: Starbrillen: Bifokal und Gleitsicht

Beitrag von merin » Dienstag 12. Februar 2013, 19:50

Warum mit 6/7?

Wir hatten einmal zwei supercoole Kinder, die glotzen, dass die Augen fast rausfielen. Die Eltern waren daneben und sagten nix. Meine Tochter war so mit sich beschäftigt, dass sie nichts gemerkt hat. Wenn sie drunter leidet würde ich mit ihr schlagfertige Antworten proben, denke ich.

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Re: Starbrillen: Bifokal und Gleitsicht

Beitrag von Angela » Mittwoch 13. Februar 2013, 07:35

Bei mir war's damals so, dass meine Mutter sehr verletzt und nicht in der Lage war, mit mir z. B. schlagfertige Antworten einzustudieren. Sie war eher genauso hilflos wie ich.....

Naja, im Virchow meint man, dass die Augen mit 6/7 Jahren soweit ausgewachsen sind, dass man es machen könnte. Außerdem ist es vor der Schule. Dann ist das Problem quasi abgehakt. Also weniger das Hänseln als die OP an sich. Mit der Schule kommen ja viele andere Sachen auf uns zu.... Also OP eher mit 5/6 Jahren, nicht mit 6/7..... Sorry... Bei den Mädels hat es eigentlich auch gut so geklappt. Die Große war 7, die Kleine erst 5. Bei letzterer haben sich dann zwar die Brillenstärken nochmal stark verändert, aber damit können wir leben.

LG

Angela

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Re: Starbrillen: Bifokal und Gleitsicht

Beitrag von merin » Mittwoch 13. Februar 2013, 17:21

Komisch. Wir waren im Virchow und uns wurde empfohlen, nicht vor der Schule zu implantieren, sondern erst im Jugendalter mit so 16/17.

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Re: Starbrillen: Bifokal und Gleitsicht

Beitrag von Angela » Mittwoch 13. Februar 2013, 19:04

Hmm, kommt wahrscheinlich immer drauf an, wer die Auskunft gibt. Die letzte Info von dort war sogar 3/4 Jahre.... Aber wir warten trotzdem bis zur Vorschule....

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Re: Starbrillen: Bifokal und Gleitsicht

Beitrag von merin » Mittwoch 13. Februar 2013, 20:25

Wir waren ja im Winter jetzt sowohl im Virchow als auch in Neukölln, weil wir sicher sein wollten. Wir sprachen mit 2 Chefärzten und 3 Oberärzten und alle waren sich einig, besser zu warten. Die Sehwerte seien mit 60% gut und die Starbrille somit offenbar ausreichend, da sei eine späte Implantation besser. Mir ist das so auch lieber, da hat meine Tochter viel mehr Ressourcen um die OP zu verarbeiten und kann sich später auch für die IOL entscheiden, die sie haben möchte.

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Re: Starbrillen: Bifokal und Gleitsicht

Beitrag von Angela » Mittwoch 13. Februar 2013, 20:59

Echt komisch. Wir waren ja in der Sehschule und dort meinte man auch, wir sollen warten, aber vor der Schule sei O.K. Ein hinzugezogener Arzt meinte, man könne es auch schon jetzt machen (da war sie drei). Der ist jetzt nicht mehr dort, soll aber sehr gut gewesen sein. Zwischenzeitlich waren die Ärzte dort eher ungeübt, jetzt (meinte die Orthoptistin) seien sie geübt genug, dass sie uns guten Gewissens zu ihnen schicken könne (Vorher hätte sie uns nach Neukölln oder anderweitig geschickt - ich finde die Frau toll! :-) ). Aber noch niemand hat zu uns gesagt, dass wir noch länger warten sollen als Vorschulalter.....

LG

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