Sehe mit Brille viel schlechter als mit Kontaktlinsen

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Gisela
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Sehe mit Brille viel schlechter als mit Kontaktlinsen

Beitrag von Gisela » Mittwoch 26. November 2008, 22:00

Hallo! Schön, dass ich diese Seite gefunden habe! Ich bin 43 Jahre alt und beidseitig an angeborenem Grauen Star erkrankt. Am linken Auge wurde mir im Alter von 3 Jahren die Linse entfernt, ich sehe damit nur schemenhaft. Das rechte Auge wurde nicht operiert und ich kam mit Brille, später mit harten Kontaktlinsen auf einen Sehwert von 1oo%. Leider leide ich seit 1 Jahr an trockenen Augen, verbunden mit einer Hornhautentzündung. Seither vertrage ich die Kontaktlinsen nicht mehr. Das Schlimme ist, dass ich mit Brille jetzt nur noch 60-70% Sehkraft habe, was sich keiner meiner Augenärzte erklären kann. Für mich ist das sehr schlimm, da ich jetzt weder Auto fahren kann, noch im Beruf zurecht komme. Der letzte Ausweg scheint mir eine Staroperation zu sein, wobei mir niemand sagen kann, ob das in meinem Fall etwas bringt. Hat irgend jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Und wer kann mir eine gute Augenklinik empfehlen? Viele Grüße an alle, Gisela

TUX
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Beitrag von TUX » Donnerstag 27. November 2008, 06:45

Hallo,

erstmal möchte ich dir sagen wie leid mir das alles für dich tut. Ich selbst habe eine Tochter mit einseitger voll Trübung. Und auch wir kämpfen gerade mit einer Hornhautentzündung und dem nichtvertragen der Linse.
Ich habe gesehen das du aus Saarbrücken bist. Wir sind von Pirmasens.
Aber du hast Glück denn ich kann dir eine super Klink empfehlen.
Wir sind in der Uni Homburg in Betreuung bei Frau Prof. Dr. Käsmann-Kellner und sie einfach ein Genie auf diesem Gebiet. Ich kann sie dir ans Herz legen.
Operiert wurde sie von Dr. Lang. Und die haben es da alle echt drauf. Homburg wird sogar als eine der besten Augenkliniken in Deutschland gehandelt und ich kann das nur bestätigen. Wir haben bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Laß dir von deinem Augenarzt eine Überweisung geben und stell dich dort mal in der Sehschule vor.

Würde mich freuen wenn du uns hier auf dem Laufenden hälst

merin
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Beitrag von merin » Donnerstag 27. November 2008, 14:27

Ich kann Dich auch nur virtuell drücken und Dir viel Erfolg wünschen. Ich kenne so einen Fall nicht, würde mich aber freuen, wenn Du weiter berichtest.

Habe ich es richtig verstanden, dass Du auf einem Auge gar nicht operiert bist?

Gisela
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Beitrag von Gisela » Donnerstag 27. November 2008, 18:51

Hallo! Hätte nicht gedacht, dass so schnell jemand antwortet. Danke!
Ja, ich bin nur auf eimem Auge operiert, die Linse wurde entfernt, ersetzen ging damals noch nicht. Deshalb ist das linke Auge schwachsichtig. Auf dem rechten Auge habe ich einen Polstar, der nicht gewachsen ist, weswegen man die Linse im Auge belassen hat.

In Homburg in der Uniklinik bin ich im Sommer gewesen, in der Katarakt-Sprechstunde, aber leider hat man mir dort nicht helfen können. Man meinte, das Risiko einer OP sei zu groß, da ich auf dem einen Auge so wenig sehe, und wenn dann mit dem jetzt besseren Auge etwas schief ginge... :( Andererseits liest man immer wieder auf Internetseiten, dies sei inzwischen eine Routineoperation.
Was mich interessieren würde: Wie alt ist Deine Tochter und wie war der Verlauf der Hornhautentzündung? Sieht sie auch seither schlechter?

TUX
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Beitrag von TUX » Freitag 28. November 2008, 12:22

Also meine Tochter ist jetzt 17 Monate daher kann sie leider selbst noch keine Aussage über Empfinden treffen. Sie hat seit der Hornhautentzündung schon an Sehkraft verloren aber ich denke das dies eher damit zusammen hängt das sie seither keine Versorung über Linse oder Starbrille hatte.
Vor einer Woche sagte man mir das die Hornhautentzündung abgeheilt wäre und sie wieder Linse tragen könne. Aber schon nach wenige Stunde Tragezeit entzüdete sich das Auge neu.
Seither versuchen wir tägl ca 3 Std die Linse zu tragen und dabei das gesunde Auge abzukleben damit sie gezielt nur das kranke trainiert und warten nun auf die neue Linse und beten das sie die neue Linse wieder verträgt.

Schade das du in Homburg keinen Erfolg hattest. Welcher Arzt hat dich denn damals untersucht??

Diana
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Beitrag von Diana » Freitag 28. November 2008, 17:36

Hallo Gisela, mein Mann ist fast so alt wie du und wurde letztes Jahr in DD operiert. Auch ihm wurden im Kindesalter die Linsen abgesaugt (ausgeschnitten) und er hat bisher Kontaktlinsen getragen. Im November 07 hatte er dann eine Netzhautablösung und die Linse musste als Gegendruck eingesetzt werden. Leider gab es da auch ein paar Komplikationen, aber in der Zwischenzeit sieht es ganz gut aus.

Ich würde mir an deiner Stelle auf jeden Fall noch mindestens eine zweite Meinung einholen.

Evtl. würde ich sogar erst mal das linke operieren lassen. Vielleicht passiert da ja noch was. Ich glaube nämlich ehrlich gesagt nicht an die Theorie das man nur bis zu einem bestimmten Alter sehen lernt. Unser Hirn ist doch zuviel mehr in der Lage.

Liebe Grüße und die besten Wünsche
Diana

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Beitrag von Gisela » Freitag 28. November 2008, 23:22

Hallo TUX! Untersucht hat mich ein Assistenzarzt, Dr. Wallusch. Der war sehr nett und hat sich sehr viel Mühe gegeben. Aber ich glaube, ich sollte mir wirklich noch andere Meinungen einholen.
Für Deine Tochter drücke ich Dir fest die Daumen, dass es mit den neuen Linsen gut klappt! Herzliche Grüße, Gisela

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Beitrag von Gisela » Freitag 28. November 2008, 23:31

Hallo, Diana. Die Idee mit dem linken Auge hatte ich auch schon. Nur hat mich meine Augenärztin insofern davor gewarnt, als sie meinte, dass ein leicht verbessertes Sehen auf dem linken Auge zu Irritationen (Sehen von Doppelbildern, etc) führen könne, die mir mehr Nachteile als Vorteile brächten. Mein Gehirn hat zwar gelernt, die Bilder des linken Auges weitgehend auszublenden, aber die Gefahr besteht schon.
Braucht Dein Mann jetzt nach der OP eine Brille und sieht er wieder so wie früher, oder besser/schlechter? Gruß, Gisela

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Beitrag von TUX » Samstag 29. November 2008, 18:50

Leider kenne ich diesen Assistenzarzt nicht daher kann ich zu ihm nichts sagen. Aber ich würde vielleicht doch mal versuchen einen Termin bei der Frau Prof.Dr. Käsmann-Kellner zu bekommen. Vielleicht sieht sie den Fall doch anders da sie einfach viel mehr Erfahrung hat als "nur" ein Assi.
Wie gesagt ich bin sehr beigeistert von der Klinik aber ich kann deine Situation gut nachvollziehen und würde es daher auch nicht nur auf einer Meiner beharren lassen. Stell dich auf alle Fälle nochmal bei einer anderen Klink vor. Soweit ich weis ist in Heidelberg oder Ludwigshafen auch noch eine Augenuniklink. Wie gut die da sind weis ich allerdings nicht aber das ist dann wenigstens erstmal nicht soweit zu fahren. Und dann kannst du ja immer noch überlegen was du machst.
Aber wie gesagt vielleicht klappt es ja doch bei der Frau Prof.
Bei uns waren auch schon viele Ärzte in Homburg unterschiedlicher Meinung und viele Sachen mußten mit dem Klinikleiter SEitz abgesprochen werden.

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