IOL-OP als Erwachsener

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Elli02
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IOL-OP als Erwachsener

Beitrag von Elli02 » Montag 19. November 2007, 15:05

Hallo !
Ich bin auf der Suche nach Erwachsenen mit angeborenem grauem Star, die nicht schon als Kind IOL-Linsen bekommen haben, sondern dies nachträglich im Erwachsenenalter machen ließen.
Ich trage seit der Star-Op im Kindesalter Brille bzw. Kontaktlinsen und habe mich bisher gescheut, mir Linsen einpflanzen zu lassen - denke aber nun doch drüber nach.

Wie sind Eure Erfahrungen vor und nach der OP, welche Linsen wurden implantiert, würdet ihr es wieder machen ?

Würde mich über viele Erfahrungsberichte freuen !

Danke und Gruß,
Michaela

Fiona
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Beitrag von Fiona » Mittwoch 21. November 2007, 19:50

Hallo Michaela,

ich erfülle zwar nicht genau die Kriterien, nach denen Du suchst, aber dennoch wollte ich mich kurz zu Wort melden.

Ich wurde auch als Kind am Grauen Star operiert und habe bis heute keine Linse implantiert bekommen. In meinem Fall würde das nichts helfen, da mein Auge schwachsichtig ist. Selbst mit Korrektur lässt sich da das Sehen also nicht verbessern.

Ich bin bei dem ganzen Thema "Linsenimplantation" noch nicht wirklich richtig durchgestiegen.

Mich würde deshalb interessieren, ob Du denn im Moment mit Brille oder Kontaktlinse 100% sehen kannst, bei Dir also eine Schwachsichtigkeit verhindert werden konnte, und somit eine Linsenimplantation tatsächlich helfen könnte?

Ich hoffe für Dich, es findet sich noch jemand, der Dir anders als ich von eigenen Erfahrungen mit einer Linsenimplantation berichten kann.



Liebe Grüße, Fiona

Elli02
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Beitrag von Elli02 » Mittwoch 21. November 2007, 20:07

Hallo Fiona,
nein, 100% Sehkraft habe ich nicht und wieviel genau weiß ich z.Zt. nicht einmal.
Ich wurde erst im Alter von 3 und 4 Jahren operiert, so dass die Sehentwicklung vermutlich teilweise verpasst war.
Irgendwo bei 65 -70 % dürfte es sein, aber meine Kontaktlinsen sind schon recht alt und eine zusätzliche Brille trage ich nicht - geht auch so... Muss dringend mal wieder zum Doc.

Ganz verstehen tue ich das nicht. Warum soll das nur bei 100% Sehvermögen Sinn machen ? Oder hast Du einseitigen Star und das kranke Auge ist extrem schwachsichtig ? Oder wie war das gemeint ? Wenn ich mit IOL so sehen kann wie nun mit Kontaktlinsen, wäre es doch schon prima !

Danke und Gruß, Michaela

Fiona
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Beitrag von Fiona » Mittwoch 21. November 2007, 20:35

Hallo Michaela,

na, Du hast ja schnell geantwortet!

Aha, Du hattest also beidseitigen Grauen Star und MIT Kontaktlinsen kommst Du auf diese ungefähr 70% und OHNE würdest Du aber noch sehr viel weniger sehen, wenn ich das richtig verstanden habe (weißt Du wieviel ungefähr?). Klar, wenn Du mit den IOLs dann genauso gut sehen könntest, dann wäre das ja wirklich eine tolle Sache für Dich!

Genau, ich hatte einen einseitigen Grauen Star und das betroffene Auge ist wirklich extrem schwachsichtig - ich schaffe es nur auf höchstens 5% MIT Kontaktlinse - ohne ist es noch ein bisschen weniger.

Liebe Grüße, Fiona

Elli02
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Beitrag von Elli02 » Freitag 23. November 2007, 11:40

Hallo Fiona,
nun hat es mit der Antwort länger gedauert...
Wieviel % ich ohne Kontaktlinsen sehen kann, weiß ich nicht, aber es reicht um sich zurecht zu finden. Z. B. sehe ich sehr wohl, dass ein Auto kommt, kann halt nur das Nummernschild nicht lesen, bzw. nur, wenn ich genau davor stehe. Im Vergleich zum Kindesalter hilft aber wohl auch die Erfahrung, was das Gesehene wohl sein muss.

Gruß, Michaela

wassel
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Beitrag von wassel » Sonntag 16. Dezember 2007, 16:11

Hallo,

bei mir sind die Ergebnisse erwartungsgem. unterschiedlich.
Mein rechtes Auge muss wohl schon von Geburt an stark gertrübt gewesen sein, ich habe davon aber erst mit 16 erfahren! Zu dem Zeitpunkt konnte ich nur noch hell und dunkel unterscheiden. mit 30 hat mir dann endlich mal ein Augenartz zu einer OP geraten und entgegen den Erwartungen kann ich mit einer Lesebrille sogar Zeitung lesen, wenn auch sehr langsam. Auf dem linken Auge entwickelt sich der graue Star ganz langsam und wurde erst mit 36 so langsam störend, so dass ich ihn dann mit 38 operieren liess, das Ergebnis ist nahezu genausogut wie vor der Trübung, die Linse wurde auf eine leichte Kurzsichtigkeit eingestellt, so dass ich sogar ohne Brille bei guter Beleuchtung lesen kann. Ich nutze allerdings für die Arbeit (Computer, Laptop) eine "Gleitsicht-Nahbrille), welche vom oberen zum unteren Brillenrand stufenlos zwischen ca.1m Entfernung und 30 cm Entfernung scharf stellt, so dass ich durch vertikales Bewegen des Kopfes immer die optimale Schärfe hinbekomme.


Die Ops liefen problemlos. Für 'Berlin kann ich hier nur das Klinikum Neukölln empfehlen. Ich würde es stand heute in jedem Falle wieder machen.
Gruß
Alexander

Speeedy
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Beitrag von Speeedy » Mittwoch 4. März 2009, 13:59

hallo!

ich weiß nicht, ob das hier noch jemand liest, aber ich versuche es einmal...

also ich hatte auch einen einseitigen angeborenen grauen star, der mit 2 jahren operiert wurde- es wurde aber keine linse eingesetzt. danach war das abkleben auch nicht sehr erfolgreich, da ich mich als kind zu sehr geweigert habe. heute (mit 22) frage ich mich, ob es nicht doch noch möglich wäre, eine kunstlinse einzusetzen. ich weiß nicht, wie ich das sehen auf meinem schlechten auge beschreiben kann... vielleicht dass ich einfach nicht scharfstellen kann!? hmm...
mein "gesundes" auge leidet ziemlich und ist schon sehr stark kurzsichtig, jetzt will ich natürlich versuchen, es zu entlasten-aber wie??

vielleicht weiß auch jemand einen guten augenarzt in wien?

bin über alle tipps sehr dankbar!

merin
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Beitrag von merin » Mittwoch 4. März 2009, 14:13

Danke für Deine Erfahrungen!

Hast Du denn jetzt eine Linse? Wie ist das Star-Auge versorgt?

Angela
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Beitrag von Angela » Mittwoch 4. März 2009, 17:08

Hallo Speedy,

ich habe auch erst im Erwachsenenalter Intraokularlinsen bekommen. Es hat mein Sehen nicht verbessert, aber mein Wohlbefinden schon (keine Starbrille mehr). Ich glaube, wenn es nur um das Sehen geht, bringt das Einsetzen im Erwachsenenalter nicht mehr so viel. Aber ich würde auf jeden Fall nochmal einen guten Arzt kontaktieren. Heute sind die Möglichkeiten ja vielleicht schon viel besser als vor ca. 15 Jahren, als ich meine Linsen eingesetzt bekam.

Grüße von

Angela

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Beitrag von Speeedy » Mittwoch 4. März 2009, 18:14

danke für eure antworten!

mein auge ist eigentlich gar nicht versorgt - keine starbrille, keine kontaktlinse, etc.

naja meine augenärztin meint, dass der sehnerv nicht aktiviert ist (was auch immer das heißt!?) und daher machts keinen sinn, das auge irgendwie zu unterstützen. aber ich will nicht aufgeben und mir auch andere infos einholen, nur weiß ich im moment nicht wo...

ich komme so sehr gut im leben zurecht, nur mein rechtes auge leidet darunter und das belastet mich eigentlich am meisten.
hmm...

Angela
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Beitrag von Angela » Mittwoch 4. März 2009, 21:51

Aber offenbar sieht doch Dein betroffenes Auge? Bei mir ist das auch so. Ich sehe rechts ca. 60 % und links nur 20 - 30 %. Mein linkes Auge wurde aber immer mitkorrigiert, obwohl ich eigenltich wirklich funktionell einäugig bin, kein Streosehen haben usw. Ob das irgendwie nützlich für mein rechtes Auge ist, weiß ich nicht. Jedenfalls habe ich nicht das Gefühl, dass es unter der Belastung, als einziges Auge benutzt zu werden, leidet.

Wo machst Du denn die Belastung fest? Bist Du müde, abgespannt oder bekommst Du Kopfschmerzen?

Grüße von

Angela

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Beitrag von Speeedy » Donnerstag 5. März 2009, 07:00

ja mein linkes auge sieht schon, nur wie viel prozent weiß ich nicht. das wird bei mir nie angeschaut.

was ich damit meine, dass das rechte leidet, ist, dass es die meiste "arbeit" alleine machen muss und die kurzsichtigkeit steigt (bin jetzt schon auf -8.75). das linke wird bei der brille auch mit 5 dioptrien versorgt, aber das ist nur für den optischen ausgleich (dass es nicht so komisch aussieht für andere).

glg, claudia

Angela
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Beitrag von Angela » Donnerstag 5. März 2009, 08:44

Ist die Kurzsichtigkeit wirklich auf die Mehrbelastung zurückzuführen? Vielleicht neigst Du ja sowieso dazu? Ich habe jedenfalls keine Kurzsichtigkeit aufgrund der Mehrbelastung entwickelt.... Was sagen denn die Ärzte dazu?

Speeedy
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Beitrag von Speeedy » Donnerstag 5. März 2009, 16:43

hmm ja das ist eine gute frage. ich bin bisher immer davon ausgegangen, aber wenn das prinzipiell nicht so ist, wäre darüber nachzudenken! danke!
werde also veruschen, mehr auf mein besseres auge zu achten...

S.
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Beitrag von S. » Montag 4. Oktober 2010, 18:28

Ich bekam mit 15 Linsen implantiert, was bei mir über zwei Wochen später eine ziemlich heftige Abwehrreaktion oder Infektion auslöste, ich fast auf dem Auge erblindete, etc., notfallmäßig behandelt wurde...
Ich habe schon öfters darüber nachgedacht, ob ich es wieder machen lassen würde... aber ich denke schon, da meine Lebensqualität ohne diese Brille wesentlich erhöht wurde und ich mich viel wohler fühle..

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