Sohn 15 Jahre

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Filou
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Sohn 15 Jahre

Beitrag von Filou » Sonntag 6. Dezember 2020, 12:09

Hallo,
ich bin froh dieses Forum gefunden zu haben, da ich völlig verzweifelt bin und in dieser verrückten Corona Zeit wenig Ressourcen noch habe.

Mein Sohn hat wegen seinem 125 er Führerschein einen Sehest machen müssen im Oktober. Durch den Test ist er durchgefallen.
Wir dachten, das muss ein Messfehler sein, weil er in der Familie bekannt ist als extrem gute "Seher".
Eine Augenärztin diagnostizierte grauer Star beidseitig, Moped fahren ginge aber noch.
Jetzt am Mittwoch waren wir in einer Augenkinderklinik. Diagnose wurde bestätigt.
Dazu nun die Aussage, es sei nicht operabel, da die Annahme im Raum steht, das es ein Geburt sei und da Gehirn sich nach einer Operation nicht mehr umstellen könne.

Ist das wirklich so?
Wird er erblinden ohne OP?
Kann mir jemand eine Klinik/Arzt empfehlen für weiter Meinungseinholung?

Vielen dank schon mal!

Filou

merin
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Re: Sohn 15 Jahre

Beitrag von merin » Montag 21. Dezember 2020, 09:37

Hallo Filou,

ich kann mir vorstellen, dass das ein Schock ist. Aber: Wenn dein Sohn als guter Seher bekannt war, dann hat er wahrscheinlich gut gesehen. Mir leuchtet es dann nicht ein, wieso es nicht operabel sein sollte. Natürlich ist die Frage, wie viel er jetzt sieht (mit erhaltener Akkomodationsfähigkeit) und wie viel er nach einer OP sehen würde (mit dann nicht mehr vorhandener Akkomodationsfähigkeit). Die Frage einer Klinikempfehlung hängt natürlich vom Wohnort ab, da müsstest du mal im entsprechenden Unterforum schauen. Ansonsten wissen die lokalen Augenärzt*innen oft, wer in deiner Region kindliche Stare operiert und mit der Person würde ich dann einen Termin machen. Für eine Zweitmeinung.

Und ob er erblindet, weiß niemand. Aber da er 15 ist und jetzt sieht, würde man bei Verschlechterung des Sehens unter einen bestimmten Wert auf jeden Fall operieren. Und dann das Augenlicht erhalten. Mit 15 ist die Sehentwicklung weitestgehend abgeschlossen. Da ist also auf jeden Fall was zu machen.

LG
merin

Filou
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Re: Sohn 15 Jahre

Beitrag von Filou » Samstag 26. Dezember 2020, 13:36

Hallo merin,

lieben Dank für Deine Antwort. Aktuell würde ich in jede Klinik fahren, da ist kein Weg zu weit. Ich bin nur so gelähmt und traurig, das keine Energie frei wird.

merin
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Re: Sohn 15 Jahre

Beitrag von merin » Samstag 26. Dezember 2020, 19:29

Wo wohnt ihr denn?

Filou
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Re: Sohn 15 Jahre

Beitrag von Filou » Dienstag 29. Dezember 2020, 18:19

Wir wohnen in Darmstadt, sind aber sehr flexibel.
Ich habe geeade Angst depressiv zu werden, ich kann kaum für meinen Sohn stark sein. Weine mich in den Schlaf

merin
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Re: Sohn 15 Jahre

Beitrag von merin » Montag 11. Januar 2021, 17:26

Darmstadt. In Hessen kenne ich mich leider gar nicht aus. Vielleicht mal in der Uniklinik der nächstgelegenen großen Stadt nachfragen? Außerdem klingt es, als wäre es gut, Begleitung für dich zu bekommen. Ich verstehe, dass die Diagnose einen sehr mitnimmt (das hat sie mich auch immer mal wieder), aber es wird schon werden. Hast du Freund*innen, mit denen du darüber reden und dich entlasten kannst?

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