Visus von 0,5 beidseits nach Linsenimplantation gut/schlecht

Hier kann alles zum beidseitigen Katarakt besprochen werden.

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sandra
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Visus von 0,5 beidseits nach Linsenimplantation gut/schlecht

Beitrag von sandra » Sonntag 10. Januar 2010, 10:12

Hallo zusammen,

hoffe Ihr könnt mir helfen. Mein Sohn war gerade 5 als wir feststellten, dass er tagsüber das licht anmacht. Dann die Diagnose grauer Star schon recht Trüb beidseits visus nur noch 0,3 bis 0,4. Ich habe als Kind ebenfalls jedoch schon mit 2 Jahren einen Katarakt gehabt. Mein Sohn war mit 3 Jahren vom Augenarzt untersucht worden und ohne Befund war ich happy und dachte er kriegt es nicht - zu der Zeit hat er super gesehen. Da mein Sohn im Oktober die U9 hatte und der Kinderartzt ins Auge geschaut hat ohne Befund war ich schockiert, dass er im Mai darauf fast Blind war - niemand hat es gemerkt auch nicht im Kindi weder beim ausmalen noch beim Basteln oder Spielen - ich kann nur annehmen, dass es ein schneller Prozess war der innerhalb von 3 Monaten ab gelaufen ist. Dann musster er aber noch 4 Wochen so Blind rumlaufen um auf die OP zu warten. Ich hatte mit dem Ärtzten gesprochen ob Ihm das schaden würde und Sie sagten mir das er das ruckzug wieder erlernt das sehen. Dann war ich jetzt 6 Monate nach OP beim Augenartzt und habe das schlechte Visus ergebnis erhalten von 0,5 beidseits und die Ärztin sagte mir knochentrocken das Gehirn kann nicht mehr sehen da er wohl lange Blind war. Natürlich habe ich geheult wie ein Schlosshund danach da ich mir vorwürfe mache hätte ich engmaschiger Voruntersuch, schnelleren OP Termin verlangt etc.......Bitte helft mir und sagt mir ob das wirklich so ist oder ob die Ärtztin quatsch erzählt und der visus sich noch bessert und falls es jemand weiß was ist eigentlich ein guter visus für ein Kind nach beidseitiger OP in dem Alter? Was sollte man erwarten können oder muß ich vielleicht froh sein über 0,5???? Danke

Diana
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Beitrag von Diana » Sonntag 10. Januar 2010, 10:59

Hallo Sandra, da hast du ja keine wirklich feinfühlige Ärztin.. Ich finde 0,5 jetzt nicht so wenig. Mein Großer hat auf die Ferne auch 0,5 bis 0,6 und sieht nicht wirklich schlecht. Im übrigen wird es immer noch bissel besser bei ihm und er ist schon zehn. Muss also nicht sein, dass es bei den 0,5 bleibt.

LG Diana

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Beitrag von merin » Montag 11. Januar 2010, 19:43

Ich finde das auch sehr uneinfühlsam. Du hast es regelmäßig kontrollieren lassen und wenn die Ärzte keinen Fehler gemacht haben war Dein Sohn NICHT lange blind. Ich denke, er muss erst lernen mit den implantierten Linsen gut zu sehen. Die Chance, dass sich sein Visus verbessert, ist mE recht hoch. Auch ist ja die Frage, ob der Test in der optimalen Entfernung gemacht wurde.

Angela
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Beitrag von Angela » Dienstag 12. Januar 2010, 11:36

Hallo,

ich denke, da er ja zu dem Zeitpunkt, als er das Sehen lernte, sehr gut sah, könnte es noch besser werden, aber Erfahrungen habe ich da nicht. Ich würde viel trainieren - vielleicht auch in eine Sehschule gehen.

Außerdem möchte ich Euch beruhigen - ich sehe auch nur 0,5 - und das nur mit einem Auge! Ich komme sehr gut zurecht, hatte keine Hilfmittel (z. B. in der Schule usw.) nötig - mußte halt immer vorn sitzen. Manchmal kann ich etwas nicht oder erst später als andere lesen, aber im Alltag wirkt sich das so gut wie nie störend aus.

Ich wünsche Euch natürlich alles Gute und dass es noch viel besser wird, aber - wie gesagt - auch 0,5 ist nicht fast blind oder so!

Liebe Grüße von

Angela

luframa
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Beitrag von luframa » Dienstag 12. Januar 2010, 19:11

ich hab ma einfach nachgelesen und folgenes gefunden:

"Die volle Sehschärfe ist bei einem Visus von 1,0 oder 100 Prozent erreicht. Junge Menschen erreichen oft einen höheren Wert und damit eine bessere Sehschärfe. Mit zunehmendem Alter nimmt die Sehschärfe ab. Für die meisten Tätigkeiten des täglichen Lebens ist eine Sehschärfe von 0,5 bis 0,6 ausreichend."

das klingt doch recht beruhigend oder??? da habt ihr aber wirklich nen tollen griff mit der ärztin gemacht!

lg

sandra
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Beitrag von sandra » Donnerstag 14. Januar 2010, 23:32

Hallo Ihr lieben,

vielen Dank für diese mails.....es hat mir echt gut getan Euro mails zu lesen. Ihr wisst schon als Mama nimmt man ja leider nur zu gern alle schuld auf sich und nach der unsensiblen info meiner Ärztin bin ich echt in eine deppression gerutscht.
Übrigens die OP wurde in München von Dr. Tobias Neuhann gemacht mit einer Technik wo Nachstar kein Thema ist und er sogar im Erwachsenenalter die Linse austauschen kann ev. gegen Multifokale Linse wenn diese dann funktioniert. Der Arzt hat rein technisch perfekt geabeitet +/-0 auf der Hornhaut - hoffe nun er lernt noch besser damit umzugehen.
Der Augentest wuirde auf 5 m visus gemacht.

Viele liebe Grüße

annasara
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Beitrag von annasara » Dienstag 24. Januar 2012, 13:04

[Außerdem möchte ich Euch beruhigen - ich sehe auch nur 0,5 - und das nur mit einem Auge! Ich komme sehr gut zurecht, hatte keine Hilfmittel (z. B. in der Schule usw.) nötig - mußte halt immer vorn sitzen. Manchmal kann ich etwas nicht oder erst später als andere lesen, aber im Alltag wirkt sich das so gut wie nie störend aus.

hallo angela
meine tochter hatte angeb. grauen star, mit 3 monaten operiert, das rechte auge - harte linse 17dp und geteilte brille 3oben 1,7 unten, das linke auge konnte man nicht mehr retten, da sieht sie fast nichts. jetzt ist m tochter 3 jahre und kommt gut zu recht, denke ich, deswegen
melde ich mich bei dir, weil ich von dir das erfahren möchte, was mir die ärzte nicht sagen können - du bist selbst betroffen, deswegen weisst du es am bessten; worauf soll ich bei meiner tochter achten, wie soll ich ihr es leichter machen? wir haben eine nette frau von seheschule, es ist sehr grosse hilfe. aber ich würde dich sehr bitten, wenn du zeit hast, melde dich.
danke, anna

Angela
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Beitrag von Angela » Dienstag 24. Januar 2012, 16:09

Hallo Anna,

das ist wirklich nicht so leicht, da ich selbst eigentlich überhaupt nicht speziell gefördert worden bin und wir auch für unsere Töchter nichts weiter unternehmen. Wir haben sie ganz normal behandelt - und außer der Frühförderung haben wir nichts besonderes mit ihnen gemacht. Das mag bei schlechterem Visus nicht ausreichen, unsere Töchter lagen ja immer bei über 60 %, in der Nähe bei 100 %. Da haben die allgemeinen Reize der Umwelt wahrscheinlich gereicht, denn eine Verschlechterung haben wir nie gehabt.

Bestimmt haben andere hier im Forum noch Vorschläge. Ich kann eigentlich nur eine Frühförderung empfehlen.

Hat man Dir eigentlich gesagt, warum das linke Auge so schlecht ist?

Liebe Grüße!

Angela

Egaro
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Beitrag von Egaro » Montag 27. Februar 2012, 09:20

hi zusammen,
ich bin ja selber auch eine betroffene. den katarakt stellte mein augenarzt bei mir "schon" mit etwa halb jährig fest. er sagte aber operieren würde er erst später. ich war dann fast zwei jahre alt. mein rechtes auge hat dann wohl einfach zu wenig training (abdecken...) bekommen, da sehe ich nicht mehr viel. links schaffe ich immerhin noch ganz praktische 0.3 oder so. und das mit inzwischen implantierten linsen (erst als erwachsene wurden sie implantiert) und kontakt linsen drüber... ich komme im alltag gut zurecht. sehe praktischerweise nicht jeden schmutz, dann muss ich doch auch nicht so viel putzen... (:
unsere beiden kinder haben den star von mir geerbt. sie haben starbrille, resp. mein sohn noch kontaktlinsen. sie schaffen fernvisus zw. 0.8 und 1.0 und nahvisus um die 0.6. sie sind 7 resp. fast 9 jahre alt. aber die super resultate kamen erst nach und nach. als sie kleiner waren sahen sie sehr viel schlechter. bei der tochter ist ein auge leider nicht so gut, wegen ihrem sek. glaukom schafft sie rechts knapp 0.2.
ich würde mit einer sehschule zusammenarbeiten, die schauen immer auf optimale brillen, linsen stärken, ob man ev. ein auge abkleben muss, wenn eins schlechter sieht...
wir sind ärztlich und sehschulmässig super betreut in bern (schweiz) und ich habe gerade letzhin über s thema linsen implantieren bei kindern gesprochen, sie sagen, dass sie dies bei kindern eher nicht machen, sie korrigieren lieber mit brillen/kontaktlinsen... da hat wohl jede klinik ihr eigener weg. mit ist wohl so wie es in bern gemacht wird.

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