Der Beginn unserer Geschichte und ein "Hallo" aus Thüringen

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Reynard
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Re: Der Beginn unserer Geschichte und ein "Hallo" aus Thürin

Beitrag von Reynard » Freitag 6. Oktober 2017, 22:02

Hallo Merin, der Kinderarzt versicherte uns, dass wir den Kontakt zu anderen Kindern nicht meiden müssen. Er ist nicht ansteckend. Nur ich sollte noch ein paar Wochen etwas vorsichtig sein, da ich Schwangere anstecken könnte. Das kann durch Urin passieren, z. B. wenn man die selbe Toilette mit einer Schwangeren benutzt.

Mich würde mal interessieren, woran das festgemacht werden kann, ob ein Kind Ausscheider ist?! Auch anhand des Bluttests?
Und warum gibts es Kinder die es ausscheiden und welche nicht?

Ich habe mich vor 2 1/2 Wochen beim Frauenarzt auch auf CMV testen lassen, da in WÜ nur das Blut unseres Sohnes untersucht wurde. Alles Weitere waren nur Spekulationen. Das Ergebnis ist immer noch nicht da...

Das kann ich mir vorstellen, dass die Suche nach einem Kindergartenplatz dann sehr schwer war. Wie konntet ihr das lösen? Und dann musstet ihr generell jeglichen Kontakt zu Kindern meiden? Und auch zu Schwangeren? Woher wusstet ihr, dass sie nach ein paar Jahren nicht mehr ansteckend ist? War das von vornherein absehbar?

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Re: Der Beginn unserer Geschichte und ein "Hallo" aus Thürin

Beitrag von merin » Samstag 7. Oktober 2017, 22:02

Es wurde Speichel und Urin getestet. Und ansteckend für andere Kinder ist ja nicht schlimm - nur für Schwangere eben. Für den Umgang mit dem Urin meiner Tochter gab es spezielle Hygienemaßnahmen (Handschuhe beim Windeln, Desinfektion). Wann sie nicht mehr Ausscheiderin sein würde, war unklar. Es wurde ein Mal jährlich getestet. Außerdem wurden Schwangere, die Umgang mit meiner Tochter hatten, regelmäßig und sehr engmaschig getestet.
Das Dumme an der Sache ist; 75% der Bevölkerung haben CMV. Immer, wenn die Immunlage schlecht ist (wegen einer Erkältung oder so), dann sind diese 75% Ausscheider. Das ist völlig normal. Ist wie Herpes, bekommt man ja auch bei schlechter Immunlage akut und sonst schläft es halt im Körper.
Nur juckt es eben niemanden, wenn man es nicht weiß. CMV ist aber wohl der häufigste Auslöser für Frühgeburten, daher war es mir schon auch wichtig, da niemanden zu gefährden.

Reynard
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Re: Der Beginn unserer Geschichte und ein "Hallo" aus Thürin

Beitrag von Reynard » Mittwoch 18. Oktober 2017, 21:23

Aha, spannend.

Bestätigten euch die Ärzte auch, dass das CMV nichts mit der Katarakt zu tun hat?

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Re: Der Beginn unserer Geschichte und ein "Hallo" aus Thürin

Beitrag von merin » Donnerstag 19. Oktober 2017, 19:13

Nein. Sie sagten wahrscheinlich sei es ein Zufallsbefund, aber von Wissen sprachen sie nicht.

Reynard
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Re: Der Beginn unserer Geschichte und ein "Hallo" aus Thürin

Beitrag von Reynard » Sonntag 7. Januar 2018, 23:29

Ende November war wieder Kontrolltermin, der nun im 3-Monats-Turnus stattfindet. Alles war okay. Da unser Kleiner vom langen warten sehr müde war, gestaltete sich das Messen des Augendrucks als schwierig. Bei Messung mit dem iCare Gerät muss der Patient ruhighalten. Weinen und sich dagegen wehren, verfälschen das Messergebnis und lassen den Druckwert in die Höhe schnellen. Trotzdem bin ich dabei jedes Mal vom Team der Uniklinik WÜ positiv überrascht, wie viel Zeit sie sich nehmen und wie geduldig sie im Umgang mit Kindern sind. Ein großer Pluspunkt.

Nun fiel mir ein paar Tage vor Weihnachten ein Zittern beider Augen auf. Ganz kurze/kleine Bewegungen und ziemlich schnell. Es ist nicht permanent da, aber oft. Einen Zusammenhang mit Müdigkeit o.ä. kann ich nicht feststellen. Morgen rufe ich in der Klinik an, um das zu schildern. Unser nächster Termin in Anfang März. Bis dahin zu warten erscheint mir etwas lang.

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Re: Der Beginn unserer Geschichte und ein "Hallo" aus Thürin

Beitrag von merin » Montag 8. Januar 2018, 10:29

Dieses Zittern wird Nystagmus genannt. Ich würde auch schnell hingehen, es ja schon merkwürdig, dass der erst jetzt auftaucht. Meine Tochter hatte ihn vor der OP (daran bemerkte ich den Star), nach den OPs verschwand er fast völlig. Soweit ich weiß, deutet ein Nystagmus auf schlechtes Sehen hin. Vielleicht ist er Dir aber auch nur vorher nicht aufgefallen. Ich sehe den Nystagmus meiner Tochter auch nicht mehr, laut der Orthoptistin ist er aber noch da, wenn sie sehr zur Seite schaut.

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Re: Der Beginn unserer Geschichte und ein "Hallo" aus Thürin

Beitrag von Reynard » Montag 8. Januar 2018, 19:58

Ich habe heute in Würzburg angerufen; Anfang Februar haben wir einen Termin.

Ich wollte es nicht als Nystagmus bezeichnen, da es mir dafür zu "klein" aussieht. Die Bewegungen sind zwar schnell aber sehr kurz. Schwierig zu beschreiben.
Unser Sohn hatte bereits vor den OPs einen grobschlägigen Pendelnystagmus, der jedoch einige Wochen danach verschwand. Lediglich wenn er nach aussen schaut, rollt/schwingt die Pupille wieder zurück.
Das waren aber alles gröbere Bewegungen, als das aktuelle Zittern.

Vielleicht wollte ich das Kind nicht beim Namen nennen, da ich mit sowas nicht gerechnet hatte. Die letzten Monate war alles immer top, sodass ich einen ersten Rückschlag fürchte. Aber ich bin mir leider bewusst, dass es jederzeit Nebenwirkungen/Rückschläge geben kann. :(

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Re: Der Beginn unserer Geschichte und ein "Hallo" aus Thürin

Beitrag von JohannaLuise » Montag 8. Januar 2018, 21:07

Hallo,

unsere Tochter hat auch (trotz OP) einen Nystagmus, und zwar auch einen ganz kleinen und schnellen und eigentlich nur, wenn sie nach außen fixiert. Die behandelnden Ärzte fanden das bisher nicht besorgniserregend. Wenn ich mich noch recht erinnere, nannten sie es Nystagmus latens.
Außer uns ist es bis jetzt noch niemandem aufgefallen, er ist also wirklich nur ganz klein. Ob das nun mit schlechtem Sehen zu tun hat, weiß ich nicht, da hab ich schon unterschiedliche Meinungen von Fachärzten gehört. Aber ich denke, ihr werdet in Würzburg bestimmt gut beraten.

Viele Grüße und alles Gute

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Re: Der Beginn unserer Geschichte und ein "Hallo" aus Thürin

Beitrag von Reynard » Dienstag 20. Februar 2018, 14:52

Hallo zusammen,

Anfang Februar hatten wir unseren Kontrolltermin in WÜ. Es hat sich tatsächlich ein neuer Nystagmus entwickelt. Da die Bewegungen aber so klein sind, schränkt es beim Sehen nicht sehr ein. Letztendlich kann das jederzeit auftreten und lässt sich (zumindest in diesem Stadium) eh nicht behandeln. Dafür war der Sehtest sehr gut :D
Augendruck, trotz Abwehr und weinen, 16 und 17. *top*
Noch eine Auffälligkeit: ab und zu verrutschen die KL, und beim Zurückschieben bildet sich manchmal zwischen Iris und KL eine Falte. Als ich das beim ersten Mal sah, erschrak ich sehr und dachte schon an irgendwelche "Ablösungen" oder sonstige Spätfolgen der OP. Aber die Augenärztin gab Entwarnung. Ganz normal, das ist die OP-Narbe. Puh... :roll:

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Re: Der Beginn unserer Geschichte und ein "Hallo" aus Thürin

Beitrag von merin » Donnerstag 1. März 2018, 08:31

Oh wie schön, Entwarnung. Da freue ich mich sehr.

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